Starke Teamleistung wurde nicht belohnt

Starke Teamleistung der D-Jugend wurde nicht belohnt

D-Jugend Kreisliga
JFV Wetzlar - VfB Asslar 3:0 (0:0)

In Niedergirmes trafen zwei Mannschaften aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein können. Der JFV hatte einen Spieler des Jahrgangs 2005 dabei, spielte ansonsten mit einem 2004er Jahrgang, der als recht ballsicher und spielstark einzuschätzen war und mit einem Sieg den Anschluss zur Tabellenspitze herstellen wollte. Der VfB hingegen begann, auch verletzungsbedingt, mit 2 Spieler des 2004er Jahrgangs und trat ansonsten mit dem jungen 2005er Jahrgang an.

Erfahrung im Zweikampfverhalten sammeln und nach Möglichkeit punkten, war somit die Zielsetzung des VfB, der sich dadurch im Mittelfeld der Tabelle festsetzen wollte. Aus einer kompakten Abwehr den Gegner mit schnellen Kontern in Verlegenheit zu bringen um selbst zum Erfolg zu kommen war somit die Marschrichtung die seitens des VfB eingeschlagen wurde. Es sah auch eine Halbzeit lang recht gut aus, was die Jungs des VfB ihrem Anhang anboten.

Bereits in der 3. Minute schickte Quentin, mit einem langen Ball Emir auf die Reise, der den Ball am Torwart vorbei Richtung Tor beförderte. Gerade im letzten Moment konnte ein JFV Spieler den Ball noch vor der Torlinie klären. Aber genau so hatten wir uns vorgestellt, den Gegner in Verlegenheit zu bringen und zum Erfolg zu kommen.

Da die VfB Abwehr in der ersten Halbzeit die Räume eng machte und geschickt verteidigte, kamen die Hausherren in der 18. Minute zwar zu einem Pfostentreffer, hatten aber ansonsten kaum Chancen zum Torerfolg zu kommen oder scheiterten an VfB Torhüter Justin der jedoch kaum ernsthaft geprüft wurde.

Der VfB tauchte mit Kontern immer wieder gefährlich vor dem JFV Tor auf, wo Jonas Müller nach gutem Zuspiel einen Schritt zu spät kam und Leandro nach einem Eckball den Ball verfehlte und nicht im Tor unterbringen konnte. Somit ging es mit einem gerechten 0:0 in die Halbzeitpause.

Nach der Pause das gleiche Bild. Der JFV versuchte Druck aufzubauen, rannte sich aber immer wieder in der VfB Hintermannschaft fest. Auch JFV Trainer Lonkwitz erkannte die Kontergefährlichkeit des VfB als er sagte: „Hoffentlich fangen wir uns nicht irgendwann so ein Ding ein.“

In der zweiten Halbzeit wurde die Partie ruppiger und härter ohne jedoch unsportlich zu werden.
Beide Mannschaften kämpften mit viel Körpereinsatz um jeden Ball, was natürlich auch zu dem ein oder anderen Foul führte. Jungschiedsrichter Jan Streller aus Waldsolms bekam somit die Gelegenheit, sich einige Male auszuzeichnen. Souverän und mit viel Fingerspitzengefühl war er ein guter Leiter dieser Partie.

Dass die Partie dann innerhalb von 3 Minuten zu Gunsten des JFV entschieden wurde, lag zum einen an einem schön heraus gespielten Treffer des JFV zum 1:0, zum anderen aber an einem VfB der für wenige Minuten überhaupt keine Zugriff mehr zum Spiel bekam. Als zwei Minuten später ein Schuss aus 16 Metern unter der Latte einschlug und kurz darauf ein Missverständnis in der VfB Abwehr ausgenutzt wurde, lag der VfB mit 3:0 zurück und war um die Erfahrung reicher, dass wenige Minuten Unaufmerksamkeit Spiele entscheiden können.

Wer nun den Untergang des VfB Teams erwartet hatte wurde eines Besseren belehrt. Ein toller Teamgeist brachte die Mannschaft zurück ins Spiel wo man sich nun auch wieder Chancen erarbeitete und den Ehrentreffer verdient gehabt hätte.

Als Jonas Müller 10 Minuten vor Spielende aus 6 Metern dem Torwart genau in die Arme schoss war auch diese Chance des VfB dahin und der VfB musste die vierte Saisonniederlage einstecken.
Dass wir gegen einen 2004er Jahrgang nicht 60 min kämpfen, fighten und mitspielen können war uns allen vor dem Spiel bewusst. Irgendwann fehlen die Kräfte und die Konzentration lässt nach. Wir hatten uns was vorgenommen, waren dicht dran und sind am Ende nur an wenigen Minuten gescheitert. Daher muss ich dem Team heute trotz Niederlage ein dickes Kompliment machen.

Beim VfB Asslar waren folgende Spieler im Aufgebot:
TW Justin Urban – Aaron Klistalla – Tim Fischer – Maurice Kern – Adrian Fleischer – Emir Sabic
Jonas, Müller – Moritz Bleul - Erik Gissel - Leandro Pereira - Quentin Riemel – Paul Mähler